Stadtbild


Samstag, 11.06.05



Der symbolträchtige Sprinter, eine riesige mobile Installation des Künstlers Demir Demiroski war das Erkennungsmerkmal der Kulturey 2004. Demiroski scheint an größeren Formaten Gefallen gefunden zu haben. In diesem Jahr platzierte er sich mitten im Zentrum dieser Stadt und schickte sich an, das größte Bild Warendorfs zu gestalten. Einen idealen Platz dafür bot das Modehaus Ebbers, das in dieser Zeit wegen Umbauarbeiten eingerüstet war. Rudolf Berger schien von dem Kulturey- Fieber infiziert zu sein, produzierte eine der kreativsten Ideen für ein “Stadtbild” der anderen Art und bot diese reizvolle Location an, von denen Organisatoren und Künstler spontan begeistert waren. Während des gesamten Aktionszeitraumes widmete sich Demiroski unter Mithilfe von Anette Lison dieser hochspannenden Arbeit. Warendorfer Bürger konnten Tag für Tag von 16.00 bis 18.30 Uhr die Entstehungsgeschichte mit verfolgen, Mutmaßungen anstellen ob der dort entstehenden Motive.

Des weiteren suchten - geradezu überfallartig - Künstler unterschiedlicher Metiers den Arbeitsplatz Demiroskis auf und rezitierten von dem Gerüst herunter, sangen, tanzten, musizierten, deklamierten und taten, was sonst noch immer vorstellbar war. Der Improvisation waren keine Grenzen gesetzt. Von der Hydepark ähnlichen Rede bis hin zum Gassenhauer - hier bot sich allen, die sich berufen fühlten, ein wundervolles Ambiente, ein Forum für spontane Kunst und fast jede Kunstart.

 

Anette Lison, Demir Demiroski